Schnäppchenjagd in der Apotheke

Mit der Apotheke verbinden wir Arzneimittel, Medikamente und allerlei Kosmetikprodukte zu "exklusiven" Preisen. Seit Januar 2004 entfällt die Preisbindung für rezeptfreie Arzneimittel. War der Preis vorher für bspw. rezeptfreie Kopfschmerztabletten, Erkältungsmittel in allen Apotheken gleich, so hat der Apotheker heute die Möglichkeit der freien Preisgestaltung für rezeptfreie Medikamente. "Geiz ist geil" ist also auch in der Apotheke angekommen. Für verschreibungspflichtige Arzneimittel bleibt die Preisbindung zwar bestehen, aber auch hier kann man sparen. Die Zuzahlung bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln beträgt 10% des Verkaufpreises (mindestens 5 Euro und höchstens 10 Euro), es lohnt sich also nach dem Preis des Medikaments zu fragen und ob es zum Arzneimittel wirkungsgleiche Alternativen zu günstigeren Preisen gibt. Die Apotheker sind verpflichtet, auch in ihrer Wirkung gleiche Medikamente auszuhändigen, es sei denn der Arzt verschreibt ein bestimmtes Medikament und nicht nur den Wirkstoff.

Vor 2004 war der Versand über Onlineshops von rezept- und nicht rezeptpflichtigen Arzneimitteln, Medikamenten verboten. Die Apotheker konnten lediglich, freiverkäufliche Arzneimittel in den Versand bringen. Freiverkäufliche Arzneimittel sind solche Produkte die auch im Einzelhandel vor allem in Drogerien zu finden sind, es handelt sich bspw. um Vitaminpräparate oder Produkte für die Gesichtspflege. Diese Regelung ist im Zuge der Gesundheitsreform seit 2004 außer Kraft. Bisher kannten wir nur Internetapotheken unserer Nachbarländer wie z.B. die holländische Internetapotheke "Doc Morris". In 2004 haben einige deutsche Apotheken auch Online-Shops eröffnet. So ist es möglich auch verschreibungspflichtige und rezeptfreie Medikamente über das Internet von deutschen Apotheken zu bestellen. Beim Einlösen eines Rezepts muss jedoch dieses per Post an die versendende Online-Apotheke geschickt werden. Die Internet-Apotheke rechnet dann direkt mit der Krankenkasse ab. Der Versand von rezeptpflichtigen Arzneien ist Versandkostenfrei, dies ist gesetzlich vorgeschrieben und keine "besondere" Serviceleistung wie einige Versandapotheken werben. Ansonsten werden Versandkosten berechnet wie wir es von anderen Online-Shops kennen, ab einem bestimmten Bestellwert, zwischen 40 und 50 Euro entfallen die Versandkosten meist.

Ob es zu einem Preiskampf zwischen den Apotheken kommt, wie wir es vom Lebensmitteldiscountern kennen, bleibt abzuwarten.

© D.Berger

 
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