Von der funktionsorientierten- zur prozessorientierten Organisation

Anpassung von Organisation und Strukturen

Traditionelle Strukturen wie Abteilungsgrenzen und Hierarchieebenen stehen dem Optimierungsprozess oft im Weg. Diese Kreativitäts- bremsenden Grenzen müssen durchbrochen werden. Eine Umstrukturierung erfordert den Abbau und die Abflachung von Hierarchien, damit die Motivation zur ständigen Verbesserung und das Leben und Denken in Prozessen bei den Mitarbeitern, nicht im "Dienstweg" stecken bleibt. Beispielgebend bei der Abflachung und Vereinfachung von Hierarchieebenen war wieder, die Automobilindustrie. Angefangen mit dem Opel-Werk in Eisenach hat die deutsche Automobilbranche, Gruppenarbeit eingeführt. Ideen, Anstöße und Kompetenzen waren nicht mehr auf einzelne Experten beschränkt sondern war Gesamtaufgabe des Teams. Eintönige Fließbandarbeit wurde ersetzt, durch Jobrotation innerhalb der Gruppe. Waren vorher für die Sicherung der Qualität spezielle Abteilungen zuständig, wurde diese aus Sicht der Kundenorientierung, wichtige Aufgabe, auf die Gruppe übertragen.
Auch heute sehen unabhängige Studien in Sachen Qualität, die japanischen Automarken auf den vordersten Plätzen. In einem Wirtschaftswoche-Interview wird deutlich, wie die Aufgaben-, Kompetenzverteilung bei den Mitarbeitern Auswirkungen auf die Qualität hat.
Frage an Shuhei Toyoda (Mitglied der Gründerfamilie/Europachef von Toyota):
Was macht Toyota besser als andere?
Auszug aus der Antwort:
Ein Ingenieur bei Toyota muss sich nicht nur über die Funktionalität eines Bauteils Gedanken machen, sondern auch darüber, ob es später einfach einzubauen ist. Deshalb stimmen sich unsere Ingeniere in einer sehr frühen Entwicklungsphase mit der Produktion ab. ...
Außerdem hat jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, die Produktion anzuhalten, wenn er einen Fehler feststellt. Qualität ist keine Frage einzelner Handgriffe. Qualität ist eine Denkweise.

Neben der Anpassung der Führungsstruktur und Aufgaben- und Kompetenzverteilung, können weitere organisatorische Maßnahmen nötig sein. Z.B. Einführung eines Dokumentenmanagementsystems, Installation und Einführung neuer Software, neue Kommunikationswege (Internet, Intranet). Auf Softwareseitige Unterstützung wird in einem späteren Kapitel eingegangen.
 

 
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