Von der funktionsorientierten- zur prozessorientierten Organisation

Kritik an der traditionellen Führungsstruktur

Den bereits angesprochenen verschachtelteten Hierarchieebenen mit ihren streng reglementierten Kompetenzbereichen schaffen zahlreiche Schnittstellen. Durch diese Schnittstellen fehlt den Führungskräften der wesentliche Blick "fürs Ganze". Eine starke Spezialisierung führt nur zum Teiloptimum in den einzelnen Funktionsbereichen. Dies ist aus Sicht der Kundenorientierung eine der größten Schwachstellen in der funktionalen Organisation.
Wird das Unternehmen mit einem außergewöhnlichen Kundenwunsch konfrontiert, so muss die eingehende Anfrage über viele Stellen bearbeitet werden.
Es entsteht ein hoher Koordinierungsaufwand , führt zu langen Entscheidungswegen und hohen Reaktionszeiten.
Der ausufernde Bürokratismus im Rahmen der Konsensbildung mit vielen Vorgesetzen in den unterschiedlichsten Stellen führt zu langen Durchlaufzeiten, übertriebenes Formularwesen (z.B. durch Arbeitsanweisungen), geringe Informationsqualität und hohen Abstimmungsbedarf .
 



Abb.  Konsensbildung
Quelle: eigene Darstellung


In der Abb. wird deutlich, das der Faktor Zeit während der Abstimmungsphase sowohl für den Kunden, während er auf ein Angebot wartet, als auch die Arbeitszeit gut bezahlter Führungskräfte verrinnt.

Derartig geführte Organisationen haben gravierende Wettbewerbsnachteile wegen:

zu langen Lieferzeiten,
geringer Informationsqualität,
fehlender Flexibilität,
fehlender Innovation,
nicht erfüllten Qualitätsansprüchen,
und zu langen Bearbeitungszeiten.

 
PKR
Organisation
Computer
Allgemeines
Surftipps