Schutz und Erhaltung

Der Landwirt bekundet heute kaum mehr Interesse am betriebswirtschaftlich unrentablen Streuobstbau. Um die durch die Ökonomie nicht gewährleistete Rentabilität herzustellen, versuch(t)en Förderprogramme zur Streuobstbewirtschaftung, dem Streuobstbauer die ökologischen Leistungen zu honorieren. Der Einsatz solcher Programme ist eine Übergangslösung, die derzeit akzeptiert wird. Sie stellt nur einen, wenngleich momentan unverzichtbaren, Bestandteil der einsetzenden und notwendigen Förderung des Streuobstbaus dar. Neben dem Ersatz mangelnder betriebswirtschaftlicher Rentabilität haben Bewirtschaftungsprogramme des Streuobstbaus u.a. folgende positive Effekte (LOTT 1995):

Dabei führt das Thema "Streuobstwiesen" Menschen der verschiedensten Berufs- und Interessengruppen zusammen, die ihr Wissen und ihre Motivation zusammen zum Erhalt der Streuobstwiesen einsetzen müssen. Erkenntnisvorlauf besteht bezüglich der Anwendung und Wirksamkeit von Schutzkonzepten, von Förderprogrammen und Vermarktungsmodellen.(14) Im Folgenden werden neben internationalen und nationalen (gesetzlichen) Förder- und Schutzmöglichkeiten regionale Möglichkeiten von Verbänden und Privatpersonen zum Schutz der Streuobstbestände aufgezeigt.

(14) Den interdisziplinären Ansatz schuf eine Modellstudie zur "Erhaltung und Förderung von Streuobstwiesen" in der Gemeinde Bad Boll" (RÖSLER 1996), in der Schutzkonzepte, Förderprogramme, Vermarktungsmodelle, Zusammenhänge von Ökologie, Nutzung, Ökonomie und Vermarktung, Umweltbewusstsein und Gefährdung untersucht wurden. Damit wurde eine interdisziplinäre Analyse und ein Bewertungsansatz erprobt und zu einem lokalen Schutz- und Förderkonzept ausgebaut. Diese methodischen Ansätze sind übertragbar auf weitere streuobstbauende Untersuchungsgebiete.

 
Streuobstwiesen
PKR
Organisation
Qualitätsentw.
Computer
Allgemeines
Surftipps