Kurzbeschreibung der Gemeinde Taucha / OT Pönitz

Pönitz als dörflicher Ortsteil von Taucha liegt 10 km nordöstlich von Leipzig und gehört zum Landkreis Delitzsch. 1991 erfolgte die Eingemeindung des Dorfes als Ortsteil der wachsenden Mittelstadt Taucha.
Die Stadtgründung Tauchas geht auf das Jahr 1170 zurück und nahm aufgrund der günstigen Lage an der Fernhandelsstraße Leipzig-Torgau-Breslau eine positive Entwicklung als Ackerbürgerstädtchen. Der denkmalgeschützte Altstadtkern Tauchas wird in einem Bogen von einer ausgedehnten Park- und Auenlandschaft umschlossen. Der besondere Reiz ergibt sich aus den fließenden Übergängen der Partheaue in die eiszeitlich geprägte Endmoränenlandschaft mit ihren Höhenkuppen. Taucha, in einem ausgedehnten Landschaftsschutzgebiet inmitten der Partheaue gelegen, wird als ökologische Modellstadt Sachsens seit 1997 durch den Freistaates Sachsen entwickelt. Dabei soll die kommunale Entwicklung unter spezieller Berücksichtigung ökologischer Problemstellungen (Verkehr und Lärm, Energie, Klimaschutz/Luftreinhaltung, Stadtentwicklung/Bauleitplanung) vollzogen werden. Des Weiteren wird besonderer Wert auf eine ganzheitliche Stadtentwicklung gelegt. Das Projekt Ökologische Modellstadt soll am Beispiel der Stadt Taucha zeigen, wie sich Umweltschutz in einer Kommune nachhaltig gestalten lässt und wie das internationale Programm für Klimaschutz auf kommunaler Ebene schrittweise verwirklicht werden kann. (STADTVERWALTUNG TAUCHA (Hrsg.) 1999, 2000).
Die Stadt Taucha schloss sich 1992 mit angrenzenden Gemeinden zum kommunalen Zweckverband Parthenaue zusammen. Der Verband verfolgt das Ziel, die Kulturlandschaft der Parthenaue und der angrenzenden Landschaftsbestandteile durch den Schutz und die Entwicklung der vorhandenen Naturräume sowie der ländlichen Siedlungsstrukturen zu erhalten und für die Naherholung sanft zu erschließen.

Naturräumliche Grundlagen

Naturräumliche Gliederung

Die Gemeinde Taucha gehört zu der naturräumlichen Einheit „Leipziger Land“. In der regionalen Gliederung des Leipziger Landes zählt der Standort zum Taucha-Eilenburger Hügelland, welches aus dicht gescharten unruhigen, sandig-kiesigen Ablagerungen einer saaleiszeitlichen Eisrandlage aufgebaut ist. Vorwiegend bestimmt offenes Agrarland mit randlich gelegenen Waldgebieten das Gebiet. Trotz einzelner, den Ebenen aufsitzender und nur örtlich bedeutsamer Hügelreihen ist es ein flaches Land, weithin sogar eine eintönige Ebene. Morphogeographisch bilden die weitgespannten reliefarmen Flächen den Hauptanteil des Leipziger Landes (mittlere Höhe 128 m), im Nordosten von Leipzig erheben sich die Endmoränenhügel bis auf 177 m. Im Allgemeinen wird es daher zum Norddeutschen Flachland gezählt (MEYNEN u. SCHMITHÜSEN 1954). 3.2.2 Bodengüte
Das Gebiet ist geprägt von fruchtbaren Geschiebelehm- und Sandböden. Für das Gebiet des Leipziger Landes wird ein Vorkommen von „Parabraunerde, Fahlerde bzw. Braunerde aus Sandlöß über Sand oder Lehm und aus sandvermischtem Löß oder Lößlehm“ ausgewiesen (BUNDESMINISTERIUM FÜR UMWELT, NATURSCHUTZ UND REAKTORSICHERHEIT 2000).3.2.3 Klima
Die Temperaturverhältnisse liegen im Januarmittel zwischen 0 und -1°C, im Julimittel um 18°C. Der jährliche Niederschlag wird für das Leipziger Land mit 600 bis 650 mm angegeben. Die Vegetationszeit dauert im Mittel 220 Tage.

Hydrologie

Das Leipziger Gebiet ist Wassermangelgebiet, und nur die weitgehende Ausschöpfung der reichen Grundwasservorräte in den alten Schottersträngen garantiert eine ausreichende Wasserbereitstellung. Durch den Eingriff der Tagebaue in die Grundwasserkörper traten über Jahrzehnte schwerwiegende Störungen der Wasserbilanz auf.

Agrarwirtschaftliche Betrachtung

Die meist mineralreichen Bodenarten sowie die günstigen Bodentypen bilden eine gute Voraussetzung für hohe Erträge vor allem im Ackerbau. Vielfach bringen jedoch die Strenge des Bodens und die langsame Erwärmung der im Frühjahr vielfach lange unter starker stauender Nässe leidenden Ackerflächen gewisse Nachteile mit sich. Trockenheit in heißen und Übersättigung in feuchten Sommern schränken ebenfalls die Erträge ein. Der mittlere Beginn der Apfelblüte wird für den Zeitraum vom 4.5. bis 8.5. angegeben (MEYNEN u. SCHMITHÜSEN 1954).


 

 
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