Grundlagen des Prozesskostenmanagement

Begriffe der Prozesskostenrechnung

Teilprozesse

Teilprozesse sind die in einer Kostenstelle logisch zusammengehörenden Tätigkeiten, die zu einem Arbeitsergebnis führen. Teilprozesse können hinsichtlich der Abhängigkeit ihres Arbeitsvolumens von der Leistungsmenge des indirekten Bereichs klassifiziert werden. Leistungsmengenneutrale (lmn) Prozesse, wie beispielsweise Abteilungsleitung, Planung oder Organisation, fallen unabhängig von der Leistungsmenge des indirekten Bereichs an. Diesen Teilprozessen fehlt ein Mengengerüst. Leistungsmengeninduzierte (lmi) Prozesse, die auch als repetitive Prozesse bezeichnet werden, verhalten sich variabel zu der in der Kostenstelle anfallenden Arbeitsmenge. Sie verursachen direkt prozessabhängige Kosten. Bspw. der Teilprozess „Eingangsrechnung prüfen und kontieren“ wiederholt sich mehrmals im Laufe einer Periode und kann deshalb der Kategorie der lmi-Teilprozesse zugeordnet werden.

Unterscheidung der Teilprozesse in: *

Leistungsmengeninduzierte (lmi) Teilprozesse

Tätigkeiten, deren Aufwand (zeitlicher Aufwand, Ressourcenverbrauch) sich proportional während einer Periode zu einer Bezugsgröße verhalten.
Beispiel: Der zeitliche Aufwand in einer Periode der Tätigkeit „Kunden besuchen“ ist abhängig von der Bezugsgröße: Anzahl der zu besuchenden Kunden.

Leistungsmengenneutrale (lmn) Teilprozesse

Tätigkeiten, deren Aufwand (zeitlicher Aufwand, Ressourcenverbrauch)
unabhängig von den in Anspruch genommenen Ressourcen ist.
Beispiel: Leitung der Abteilung Vertrieb/Marketing

* Die Begriffe lmn und lmi wurden von Horváth und Mayer geprägt

Beispiel: Teilprozess in der Kostenstelle Auftragsabwicklung

Teilprozesse
Quelle: eigene Darstellung

 
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