Grundlagen des Prozesskostenmanagement

Ziele und Aufgaben der Prozesskostenrechnung

Als Hauptziel der Prozesskostenrechnung ist die effiziente Planung, Verrechnung und Kontrolle der Gemeinkosten zu nennen. Es soll eine Erhöhung der Genauigkeit in der Kostenrechnung erreicht werden, in dem man die Kostenverursacher feststellt. Der Gemeinkostenblock soll durch die Kalkulation nach Prozessen und der Untergliederung in Tätigkeiten transparenter gestaltet werden. Das heißt, dass die betrieblichen Gemeinkosten entsprechend der tatsächlichen Inanspruchnahme durch betriebliche Tätigkeiten auf die Kalkulationsobjekte verrechnet werden. Es sollen die bisher in Unternehmen angewandten willkürlich festgelegten Zuschlagssätze bei der Kalkulation mit Prozesskostensätzen ausgetauscht werden. (1)

Abb.Haupt- und Nebenziele der Prozesskostenrechnung
Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung Novatus Consulting Partner, Prozesskostenrechnung, S. 4

Durch die Anwendung der Prozesskostenrechnung kann ein besserer Überblick über den Einsatz der Ressourcen erreicht werden. Hierbei soll aufgezeigt werden, wofür und wie die bereitgestellten Ressourcen in der jeweiligen Kostenstelle verwendet werden. Diese Ressourcen können sein: Arbeitsleistung, Betriebsmittel, Werkstoffe oder Waren.
Die Durchführung der Prozesskostenrechnung, die grob umrissen die Analyse von Tätigkeiten, Bildung von Teilprozessen und deren Bündelung zu Hauptprozessen ist, liefert hierbei wichtige Informationen über die Wertschöpfungskette . (2)
Dabei können sich Aktivitäten oder Tätigkeiten in der Wertschöpfungskette herauskristallisieren, welche einen Kundennutzen bzw. Wettbewerbsvorteile schaffen. Diese Aktivitäten gilt es zu fördern und auszubauen. Solche Aktivitäten werden auch value activities oder Wertaktivitäten genannt. Diese können eine verbesserte Qualitätskontrolle sein oder ein aus Sicht des Kunden flexiblerer Lieferrhythmus. Demgegenüber stehen die non value activities oder Nichtwertaktivitäten. Hierbei handelt es sich um Aktivitäten, welche nicht der Wertschöpfung und dem Kundennutzen dienen sowie Wettbewerbsnachteile fördern. Nichtwertaktivitäten sollten weitestgehend zurückgeführt werden. Eine Nichtwertaktivität könnte zum Beispiel aus dem Bereich Vertrieb, die Nachbearbeitung von Kundenbesuchen sein.

 

Quellen:

(1) Vgl. Novatus Consulting Partner, Prozesskostenrechnung, S. 4 Unternehmenscontrolling
(2) Vgl. Porter, Michael E. ; Wettbewerbsvorteile, 1992


 
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